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Assistenzsysteme im Auto – Die heimlichen Aufpasser

WIE TECHNIK LEBEN RETTET – INNOVATIVE ASSISTENZSYSTEME IM AUTO


Was versteht man unter Assistenzsystemen im Auto?

Assistenzsysteme sind Technische Agenten, die selbständig spezielle Aufgaben erfüllen und die Fahrzeuginsassen vor Schaden schützen sollen. Fahrerassistenzsysteme tragen zur Sicherheit im Straßenverkehr bei und bieten dem Fahrer auch einiges an Komfort.

Mit Hilfe von hochspezialisierten Umfeldsensoren und der Technik von Video und Radar erkennen die Systeme Gefahren und können durch aktives Eingreifen in das Fahrgeschehen, Unfälle verhindern oder minimieren. Die Vielfalt der elektronischen Helfer ist mittlerweile groß.

Assistenzsysteme, die das Auto intelligenter machen, findet man heute nicht nur in der Premiumklasse, sie sind in immer größeren Maße auch in Fahrzeugen der Mittelklasse standardmäßig eingebaut.

Welche Assistenzsysteme gibt es?

Zur gesetzlichen Grundausstattung jedes europäischen Neuwagens gehören mittlerweile ABS und ESP.

ABS: Das Antiblockiersystem ist längst aus unseren Fahrzeugen nicht mehr wegzudenken und ein großer Sicherheitsgewinn. Es sorgt dafür, dass auch während des Bremsen das Fahrzeug lenkfähig bleibt.

EPS: Das elektronische Stabilitätsprogramm, umgangssprachlich als „Schleudersitz“ bezeichnet, ist nach der Einführung des Sicherheitsgurtes eines der besten Systeme zur Verbesserung der Sicherheit. Der Fahrer wird bei seiner Lenktätigkeit von einem Elektromotor, der über das Bordnetz gespeist wird, in der Lenkungsabstimmung unterstützt.

Droht das Fahrzeug auszubrechen, werden die entsprechenden Räder durch das System gebremst und so auf der Spur gehalten. ESP verhindert auch das Durchdrehen der Räder, bei überhöhter Geschwindigkeit.

Empfohlene zusätzliche Assistenzsysteme:

In den vergangenen Jahren wurden viele nützliche Hilfen für den Fahrer entwickelt und mittlerweile auch leistbar geworden. In der Aufpreisliste jedes Mittelklassewagens findet man Sicherheitskameras, Notbremsassistenz, Spurwechselwarner, Einparkhilfe und viele mehr.

Doch welche davon sind wirklich sinnvoll? Beim Kauf eines Neuwagens sollte man nicht am falschen Platz sparen. Abgesehen vom persönlichen Sicherheitsaspekt werden in kurzer Zeit wahrscheinlich alle neuen Autos mit einer Vielzahl von Assistenzsystemen ausgerüstet sein. Hat Ihr Auto diese nicht, sinkt der Wiederverkaufswert.

Notbremsassistent:

Sinnvoll wenn man lange fährt, oft abgelenkt ist, neben dem Fahren an andere Dinge denken muss oder älter wird. Die Notbremsfunktion verhindert bei einer Geschwindigkeit bis 30 kmh oder auch darüber, einen Auffahrunfall.

Totwinkelassistent:

Befindet sich ein Fahrzeug, Motorrad oder Fahrrad im Toten Winkel, zeigt dies der elektronische Assistent im Seitenspiegel durch Blinken an.

Verkehrszeichenassistent:

Wie schnell man auf bestimmten Streckenabschnitten fahren darf, ändert sich ständig.

Hat man einen Verkehrszeichenassistent eingebaut, wird auf das aktuelle Limit im Cockpit hingewiesen. Dadurch erspart man sich auch die ein oder andere Strafe.

360-Grad-Kamera:

Für alle die ständig mit engen Parkplätzen kämpfen müssen.

Vier Kameras am Auto zeigen aus der Vogelperspektive ein Abbild der Umgebung. So hat man immer eine genaue Übersicht wie viel Platz vor, neben oder hinter dem Auto ist.

Lichtassistent:

Der Lichtassistent passt beim Fahren im Dunkeln Fern- oder Abblendlicht den Verhältnissen an, ohne dabei entgegenkommende Fahrzeuge zu blenden.

Parkassistent:

Erhält ein Einparkassistent vom Fahrzeuglenker den Befehl zum Einparken des Autos so beginnt er beim Vorbeifahren an Parklücken deren Größe auszumessen und mit der Größe des Autos zu vergleichen. Wird der Abstellplatz als groß genug erkannt, bremst er das Fahrzeug ab und lenkt es rückwärts fahrend unter Verwendung von Sensoren präzise in die Parklücke ein.

Automatische Scheibenwischer:

Fast die Hälfte aller Neuwagen hat bereits automatische Scheibenwischer mit Regensensoren, wobei sich die Frequenz selbsttätig nach der Niederschlagsmenge richtet.

Assistenzsysteme Nachtsichtassistent:

Infrarotkameras zeigen auf dem Display Personen oder Hindernisse an, bevor man sie normalerweise im Scheinwerferlicht sehen kann.

Pre-Crash-System:

Bei einer drohenden Unfallgefahr, die durch Kameras und Sensoren frühzeitig erkannt wird, werden die Fahrzeuginsassen gegen Verletzungen vorbereitet (Verstellen der Sitze, Straffung des Sicherheitsgurtes).

Berganfahrhilfe:

Das Programm verhindert, ohne manuelles Bremsen des Fahrers, das Zurückrollen des Autos

auf steilen Strecken.

Ist ein älteres Auto mit Assistenzsysteme nachrüstbar?

CarVI: Ein intelligenter Assistenzsystem zum Nachrüsten

CarVI ist eine kleine runde Box, die an der Frontscheibe über dem Rückspiegel montiert wird. Darin stecken eine hochauflösende Kamera, ein Mikrofon zur Spracherkennung, ein Lautsprecher und ein Sensor zur Beschleunigungsmessung.

Das System unterstützt den Fahrer bei verschiedenen Gefahrensituationen, zeichnet die Fahrdaten auf und hilft dem Fahrer seinen Fahrstil zu optimieren. Ideal für Fahranfänger mit einem älteren Fahrzeug.

Dieses Assistenzsystem oder ähnliche Komplett-Systeme bieten eine günstige Alternative zu den High-tech-Systemen moderner Fahrzeuge und können bequem über Internetanbieter bestellt werden.

Die Zukunft der Assistenzsysteme:

Basierend auf Erkenntnissen aus der Unfallforschung werden neue Sicherheitssysteme entwickelt, die die Zahl der Verkehrstoten drastisch verringern sollen.

Durch innovative Assistenzsysteme werden in der Zukunft Fahrzeuge miteinander kommunizieren können, gleichzeitig die Umgebung beobachten und den Fahrer in vielfacher Hinsicht unterstützen können.

In vielen Projekten beschäftigt man sich mit Sicherheitssystemen, die auf die Kommunikation zwischen den Autos setzen. Auf diese Weise will man hinkünftig die Fahrzeuge sowohl der Strecke, als auch den Witterungsverhältnissen und der Fahrzeugfrequenz anpassen und so Staus vermeiden.

Spezielle Parkassisten für Elektroautos sollen hinkünftig nicht nur selbsttätig einparken, sondern auch die Stehzeit zum Laden der Batterie nützen können.



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