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Die private Haftpflichtversicherung: Leistungsumfang und die Vor- und Nachteile

Die Haftpflichtversicherung ist die wichtigste Police für Privatpersonen. Sie haftet bei Sach-, Personen- oder Vermögensschäden und übernimmt die Kosten. Die Leistungen variieren je nach Police, wobei die Deckungssumme entscheidend ist.

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Die Haftpflichtversicherung

Rund 85 Prozent der Deutschen besitzen laut GDV eine Haftpflichtversicherung. Die Police ist ein wichtiger Grundschutz, um bei Unaufmerksamkeiten und größeren Schäden abgesichert zu sein. Die Versicherung übernimmt bei begründeten Ansprüchen die Kosten und geht gegen unbegründete Ansprüche vor. Mit dem Basisschutz – eine Haftpflichtversicherung mit den Standard-Leistungen kostet zwischen 50 und 70 Euro pro Jahr – sind die wichtigsten Leistungen bereits abgedeckt.

Wann die Haftpflichtversicherung einspringt

Die private Haftpflichtversicherung muss die gängigen Schäden in einer entsprechenden Höhe abdecken. Als wichtige Leistung muss die internationale Haftung bei Sach-, Vermögens-, Personen- und Mietsachschäden gewährleistet sein.

Eine geeignete Police umfasst zudem die Haftung bei Gefälligkeitsschäden und Mietsachschäden. Wenn fremde Schlüssel verloren gehen, muss die Versicherung ebenfalls einspringen. Die Forderungsausfalldeckung ist eine notwendige Zusatzleistung, die unbedingt vorhanden sein muss.

Der Leistungsumfang der Privathaftpflichtversicherung

Die private Haftpflichtversicherung übernimmt Schadensfälle, die von dem Versicherungsnehmer und den mitversicherten Personen verursacht werden. Privatpersonen sind bei Personen-, Sach-, Vermögens- und Mietsachschäden versichert.

Zu den Personenschäden gehören Verletzungen, Gesundheitsschädigungen oder der Tod von Personen. Je nach Schadensfall werden beispielsweise die Kosten für den Krankenhausaufenthalt oder Schmerzensgeld übernommen. Sachschäden umfassen die Beschädigung von Dingen aller Art. Die Vermögensschäden sind beispielsweise Ersatzansprüche, wenn der Versicherungsnehmer eine andere Person finanziell geschädigt hat. Ein Mietsachschaden kann beispielsweise ein Wasserschaden oder eine Verwahrlosung des Eigentums sein. Entscheidend für die Übernahme der Kosten ist, dass die Schäden nicht mutwillig verursacht wurden.

Die Vor- und Nachteile der privaten Haftpflichtversicherung

Die private Haftpflichtversicherung deckt selbst verursachte Schäden ab und bietet einen zuverlässigen passiven Rechtsschutz. Allerdings werden nicht alle Schäden abgedeckt und ältere Verträge bieten mitunter einen unzureichenden Versicherungsschutz. Die Vor- und Nachteile der privaten Haftpflichtversicherung im Überblick.

Der wichtigste Vorteil einer Haftpflichtversicherung: die Police kommt für Schäden auf, die durch Unachtsamkeit oder Versehen entstanden sind. Ohne Versicherung haften Personen mit ihrem eigenen Vermögen und müssen beispielsweise Zahlungsforderungen bei Personenschäden selbst übernehmen.

Mit der passenden Privathaftpflichtversicherung sind auch die Familienmitglieder versichert. Dazu zählen der Lebenspartner, nicht berufstätige, zu Hause lebende Kinder unter 18 Jahren sowie volljährige Kinder, die in der ersten Ausbildung sind und noch nicht geheiratet haben.

Der Grundschutz der Police lässt sich um verschiedene Zusatzleistungen ergänzen. Dazu gehört in erster Linie die Forderungsausfalldeckung, die aktiv wird, wenn der Versicherungsnehmer von einer Person ohne Privathaftpflichtversicherung geschädigt wird. Auch die Absicherung beim Verlust von Schlüsseln lässt sich über die Zusatzleistungen festlegen. Diese gelten, ähnlich wie die normalen Leistungen, weltweit. Ob beim Ski-Ausflug in Österreich oder beim Strandurlaub auf den Balearen: die Versicherung übernimmt die Kosten für entstandene Schäden in allen Ländern.

Ein Nachteil der Privathaftpflichtversicherung ist der eingeschränkte Leistungsumfang. Nicht jeder Schaden wird übernommen und spezielle Risiken müssen eigenständig abgesichert werden, wofür zumeist eine Selbstbeteiligung in entsprechender Höhe anfällt.

Zudem bieten alte Verträge mitunter nicht den notwendigen Schutz. Moderne Risiken, etwa beim Online-Banking oder der Verwendung von Smartphones, werden nicht zwingend abgedeckt. Die Versicherungssumme ist bei bestehenden, älteren Versicherungsverträgen oft zu niedrig angesetzt. Umso wichtiger ist es, dass der Vertrag rechtlich auf dem neuesten Stand ist.

Vorteile:

  • Selbst verursachte Personen-, Sach- oder Vermögensschäden
  • Passiver Rechtsschutz
  • Praktische Zusatzleistungen wie Gefälligkeitshandlungen
  • – Weltweiter Schutz

Nachteile:

  • Nicht jeder Schaden wird übernommen
  • Spezielle Risiken bedürfen einer eigenständigen Absicherung
  • Veraltete Verträge bieten unzureichenden Versicherungsschutz

Die richtige Haftpflichtversicherung finden: diese Anforderungen müssen erfüllt sein

Laut Stiftung Warentest muss eine Privathaftpflichtversicherung verschiedene Anforderungen erfüllen. Wichtig ist zunächst die richtige Versicherungssumme. Die Privathaftpflichtversicherung muss etwaige Schäden mit einer ausreichenden Summe abdecken. Mindestens drei bis fünf Millionen Euro sollten es je nach Risiko sein. Die Zahlweise kann in der Regel flexibel gewählt werden. Günstiger sind die Tarife, wenn eine jährliche Zahlweise gewählt wird. Außerdem sollte der Versicherer die Möglichkeit zur Selbstbeteiligung bieten. Wenn selbst ein gewisser Teil der Kosten übernommen wird, lassen sich günstigere Tarife und andere Vorteile erzielen.