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Quallenstich – Wie man sich richtig verhält

Mit den giftigen Tentakeln einer Qualle in Berührung (Quallenstich) zu kommen, kann eine sehr unangenehme und schmerzhafte Erfahrung sein. Schwellungen, Rötungen und sogar Blasenbildungen sind oft die Folge. In einigen Fällen kann es auch zu stärkeren allergischen Reaktionen kommen. Auch abgestorbene und einzeln herumschwimmende Tentakeln können Verbrennungen verursachen.

Wichtig ist es bei Kontakt mit Quallen, ruhig zu bleiben und nicht in Panik zu geraten, denn dadurch können noch nicht aufgeplatzte Nesseln, die auf der Haut liegen, aktiviert werden und weitere Schmerzen verursachen. Man sollte zügig an das nächste Ufer schwimmen. Dennoch gibt es einige Hilfen und Ratschläge, die man bei einem Quallenstich befolgen sollte.

Wie man die Wunde nach einem Quallenstich richtig säubert

Wurde man im Urlaub von den Tentakeln einer Qualle berührt, ist es wichtig so schnell wie möglich die Nesselreste von der Haut zu entfernen. Die Haut darf auf keinen Fall mit einem Handtuch abgerieben werden, da sonst die inaktiven Nesselkapseln aufplatzen können und weiteres Gift in die Haut injiziert wird. Am besten spült man die betroffene Stelle mit Meerwasser oder Essig ab. Auf keinen Fall sollte man Süßwasser oder Alkohol benutzen. Es empfiehlt sich auch, Schutzhandschuhe zu tragen, damit keine weiteren Verbrennungen an anderen Hautstellen entstehen können.

Auch Rasierschaum kann helfen, die Nesselreste zu entfernen. Nachdem der Schaum eingetrocknet ist, wird er vorsichtig mit einem kantigen Gegenstand wie zum Beispiel einem Messerrücken oder einer Bankkarte abgeschabt. Auch hierbei ist es wichtig, nicht zu fest aufzudrücken, um die inaktiven Nesselkapseln nicht zum Platzen zu bringen. Alternativ kann auch Sand auf die Wunde gestreut werden, der dann ebenfalls abgeschabt wird.

Wie man die Schmerzen lindert

Ist die Wunde richtig gesäubert, kann man zum Lindern der Schmerzen die betroffene Stelle mit Eis kühlen. Empfehlenswert sind 10 bis 15 Minuten. Bei großflächigen Verbrennungen helfen kalte Verbände oder Kompressen. Außerdem gibt es Salben und Gels wie Kortison- und Antihistaminikasalben (Allergiemittel), die schmerzlindernd und entzündungshemmend sind.

Bei sehr großen betroffenen Stellen, starken allergischen Reaktionen oder wenn der Schmerz nach einigen Stunden nicht nachgelassen hat, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Ist man mit einer sehr giftigen Qualle wie die in Australien vorkommende Würfelqualle oder die Portugiesische Galeere in Kontakt gekommen, sollte man sofort einen Arzt aufsuchen.


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